Ein beliebtes Thema für Künstler, die sich mit Eiern beschäftigen, ist das Bemalen der Eier mit Blütenmustern, Naturmotiven oder Motiven, die an die japanische Mal- und Zeichenkunst erinnern. Neuheiten des Jahres 2011 Zum ersten Mal stellt Thera Flettermann-Olivier in Leipzig aus. Die Niederländerin gestaltet Eier mit Stroh und Strohdraht. Ihre Motive stammen aus der Schweizer Strohtechnik. Die alte und vielseitige Handwerkskunst des Strohflechtens war vor allem in den Kantonen Aargau, Obwalden, Freiburg und im Tessin heimisch. Diese schweizer Tradition von Strohornamenten, die im 19. Jahrhundert als Dekoration für Strohhüte gedacht waren, überträgt sie auf Enten- und Gänseeier. In filigraner Kleinstarbeit werden die Schmuckornamente aus gespaltenem Stroh geflochten und auf die Eier aufgebracht. Familie Weiß aus Kaufbeuren zeigt ihre Wachs- und Krüllarbeiten auch erstmalig auf der Börse. Neben Krippen in Eiern zeigen sie auch andere Klosterarbeiten in Enten- und Gänseeiern, eine ebenfalls alte Handwerkskunst, die vor allem aus dem süddeutschen Raum stammt. Barbara Neuhaus zeigt filigran perforierte bemalte Eier. Zuerst bohrt sie in die Eierschalen Muster aus feinsten Löchern. Anschließend werden diese noch durch graphische oder colorierte Tuschezeichnungen ergänzt. Besonders witzig sind die gelb leuchtenden Emoticons-Eier, die *Sm-ei-leys*, die erstmalig zu sehen sein werden. Ein echter Hingucker für den Osterstrauß oder die Eier-Sammlung. Der Fantasie und Experimentierkunst ist keine Grenze gesetzt. - Und so entstand es - das “Eiphone” - Eier als nostalgische Telefone dekoriert und bemalt, mit Schrauben und Metallteilen versehen spiegeln sie einen Hauch alter Zeit wider. Wenn man auch mit ihnen nicht wirklich telefonieren kann, so erklingt in einigen sogar eine Eiphone-Melodie.Auch sie werden neben anderen Technic-Eggs, wie Ei-cam oder Ei-radio und Eieruhren wieder in der Alten Handelsbörse zu sehen sein. Auch Extravagantes und Modernes gibt es. Es sind japanisch anmutenden Eierskulpturen und solche, die auf Ihren Säulen ausschauen, als ob es sie schon im alten Griechenland gab. Auch “richtige” 3-D-Technik ist auf anderen Eiern zu finden. Alle 12 Sternzeichen heben sich plastisch aus den kobaltblauen “ Himmelseiern” hervor. Winzige Flowerfairies, Mäuse und andere Figuren tummeln sich auf den zarten Kalkschalen, oder im Inneren der Eier, so dass diese wie ein Rahmen wirken. Vervollständigt wird das Ganze mit Aquarellmalerei. Auch richtig kunterbunte Eier sind diesmal zu sehen. Verschiedenste Muster modern im PopArt-Stil in grellen Farben machen diese Eier so anziehend. Ja und wer es kuschelig mag, für den sind bestimmt die Plüscheier etwas. Teddybär-Eier und Osterhasen- Eier werben um die Kunst des Publikums. Mit hauchdünnen Lurexfäden umspannt und durchstickt Diana Dischereit die Eier. Es entstehen so filigrane Fadengrafiken mit tollen Effekten. Besonders sehenswert sind die aufgeschnittenen und umsponnenen Gänseeier. Sie ist mit 15 Jahren die jüngste Teilnehmerin. siehe : unter uns Altbewährtes wird ebenfalls zu finden sein. Natureier aller Größen bietet Frau Anders an. Vom Wellensittich bis zum Straußenei kann man sich hier wieder das Ausgangmaterial für eigene Osterkreationen besorgen. Andrè van Wynsberghe aus Belgien zeigt wieder Wunderschöne Stillleben im Stil Alter Meister zu sowie Blumen und Tiere. Besonders beeindruckend sind seine Eier, auf die er Portraits gemalt hat. Sie wirken so lebendig, man könnte meinen dass sie lebendig sind. Die Schwester Marina Muntean aus Rumänien beherrscht die Kunst der Wachsbatik in besonderem Maße. Kochendes Wachs wird in mehreren Schritten mit einer Nadel in Mustern auf die Eier aufgebracht. Diese werden dann in verschiedene Farbbäder getaucht. Die Endergebnisse sind beeindruckend. Auch ihre mit echtem Blattgold belegten Ikoneneier sind etwas ganz Besonderes und ein Highlight auf der Ausstellung. Marina, eine orthodoxe Nonne, ist eine Spezialistin auf diesem Gebiet und hat auch schon in einigen Kirchen Ikonen restauriert und gemalt. Besonders stark vertreten sind in diesem Jahr die sorbischen Techniken. Neben der Wachsreservetechnik gibt es die Wachbossiertechnik und die Kratztechnik zu sehen. Einige Exponate zeigen auch Kombinationen dieser traditionellen Techniken. Neben Frau Riedel, Frau Theurich und Frau Moraweg wird auch Frau Scholze-Solcina wieder ihre Kunstwerke vorstellen und sich auch bei der Arbeit über die Schulter schauen lassen. Von Frau Laske, einer gelernten Porzellanmalerin, gibt es Naturmotive zu bewundern. Es ist eine Augenweide. Und im nächsten Jahr Achtung !!! wieder 2 Wochen vor Ostern Achtung !!! 18. Leipziger Eierlei = 23. März 2012 - 25.März 2012 |